FAZIT: EINE STABILE TMR ZAHLT SICH AUS
Eine stabile und frische Mischration sorgt für weniger Energieverluste, eine höhere Milchleistung und bessere Tiergesundheit.
Mit steigenden Temperaturen wächst das Risiko, dass sich Rationen erwärmen – mit spürbaren Folgen für Leistung und Wirtschaftlichkeit. Wärme beschleunigt die Fermentation in der Gesamtmischration (TMR) und Silagen, fördert das Wachstum unerwünschter Mikroorganismen und führt dazu, dass sich die gesamte Ration deutlich aufheizt.
Die Qualität des Grundfutters ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für eine effiziente Milchproduktion. Vier wichtige Phasen sind notwendig, damit die Mischration hochwertiges Grundfutter enthält, wenn sie den Tieren vorgelegt wird:
Gerade in der Entnahmephase ist das Futter besonders gefährdet: Die Silofläche ist geöffnet, Sauerstoff gelangt an das Futter und genau ab diesem Moment beginnt das Wachstum von Mikroorganismen. Wie schnell sich diese vermehren, hängt stark von der Temperatur ab. Eine frische Mischration enthält Hefen, Schimmelpilze und Bakterien. Diese Mikroorganismen mindern sowohl den Futterwert als auch die Schmackhaftigkeit. Hochwertige Energie- und Proteinquellen wie Stärke und Zucker werden durch Fermentation zu Kohlendioxid (CO2) und Wasser abgebaut. Vor allem Hefen setzen Zucker sehr schnell um – dabei entsteht Wärme, und die TMR-Temperatur steigt. Schimmelpilze können Mykotoxine bilden und sind damit ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko für Kühe.
An warmen Tagen kann sich die TMR durch mikrobielles Wachstum und Fermentation um mehr als 20 °C erwärmen – ein Szenario, das in der Praxis keineswegs selten ist. Pro 1 °C Temperaturanstieg gehen etwa 0,25 % Trockenmasse verloren.
Unter solchen Bedingungen sind TM-Verluste von rund 5 % typisch. Bei einer Herde mit einer Aufnahme von 22 kg TMR-Trockenmasse pro Kuh und Tag entspricht das einem Verlust von 1,1 kg TM je Kuh täglich – verbunden mit einem möglichen Milchleistungsrückgang von rund 1,5 kg pro Kuh. Zusätzlich sinkt die Schmackhaftigkeit und die Futterreste nehmen dadurch zu.
Gerade unter zunehmendem Kostendruck ist es entscheidend, die Futterqualität zu sichern, um Aufnahme und Leistung zu maximieren und gleichzeitig Verluste zu minimieren.
Um Erwärmung und Verderb der Ration zu reduzieren, muss die mikrobielle Belastung möglichst niedrig gehalten und die Fermentationsaktivität begrenzt werden. Die Zugabe von Selko TMR – einer Kombination aus gepufferten organischen Säuren und Säuresalzen – direkt beim Mischen der TMR hemmt gezielt die Aktivität von Hefen und Schimmelpilzen.
Das Ergebnis: Weniger Erwärmung, bessere Schmackhaftigkeit sowie geringere Verluste an Trockenmasse und Nährstoffwert.
Eine aktuelle Studie unterstreicht die Bedeutung eines konsequenten TMR-Managements, um die Ration nach dem Vorlegen frisch und nährstoffstabil zu halten.

Abbildung 1 zeigt die Temperaturentwicklung einer mit Selko TMR Dry/Liquid behandelten TMR im Vergleich zu einer unbehandelten Ration. Der Temperaturanstieg wurde um rund 12 Stunden verzögert, und nach etwa 28 Stunden lag die Temperatur der behandelten TMR um mehr als 10 °C niedriger.
Eine stabile und frische Mischration sorgt für weniger Energieverluste, eine höhere Milchleistung und bessere Tiergesundheit.